Einzelausstellung ILLUSIONSMASCHINE

Am 15. Oktober 2022 wird eine umfassende Einzelausstellung der Künstlerin Miriam Ferstl unter dem Titel „Illusionsmaschine“ im Grauen Hof in Aschersleben eröffnet.

Der Kunst- und Kulturverein Aschersleben lernte Miriam Ferstl 2018 im Rahmen der Ausstellung von Yoko Ono im Museum der Bildenden Künste Leipzig kennen, zu der sie ein Werk beisteuerte. Die Ausstellung „Illusionsmaschine" enthält nun ebenso Elemente wie performative Aktionen oder Handlungsanweisungen, die als Hinweise auf Yoko Ono als eine Inspirationsquelle der Künstlerin gesehen werden können, womit sich der Kreis schließt.



Der Titel der Ausstellung speist sich aus der Überzeugung der Künstlerin, dass die Welt, wie wir sie empfinden, in großen Teilen Illusion ist.

Wir selbst nehmen uns als geschlossene Körper wahr, wenngleich wir aus Billionen von eigenwilligen, sich ständig verändernden Lebewesen, Mikroorganismen, Zellen und Bakterien bestehen.



Die Welt um uns herum sehen wir "nie so, wie sie ist, sondern immer so, wie wir sind“, wie Anaïs Nin sagte. Die „Realität“ ist ein Konstrukt unserer Gedanken, eine höchst subjektive Angelegenheit, die von unterschiedlichen Perspektiven aus betrachtet immer anders aussieht.

In fotografischen Arbeiten, in Glas- und Porzellanobjekten, Fotocollagen, textilen Skulpturen oder interaktiven Aktionen nähert sie sich diesem Thema an. Es ist ein Versuch, die Illusionen aufzuspüren und hinter sie bzw. ihnen in die Augen zu blicken - den Raum zu öffnen für das Staunen über eine Welt der Vielschichtig- und Unermesslichkeit.


So transformiert sie in den Fotocollagen „Friendly Demons“ überkommene Gedankenmuster und nutzlose Ängstlichkeiten, zeigt eine Rauminstallation aus Glasskulpturen mit dem Titel „Gedankensamen“, gibt Raum zum bewussten Denken und Visualisieren, installiert Brautkleider als textile Skulpturen, lädt zum Zerschmettern von Porzellanwolken ein oder verwandelt die ephemeren Geister, die sie in Rauchschwaden fotografiert hat, durch eine Kooperation mit dem Künstler Jürgen Heinl in Porzellanwesen. Zudem zeigt sie verschiedene Glas- und Fotoarbeiten ihrer fotografischen Serie „Lichtzellen“, für die sie seit sechs Jahren Kronleuchter an inspirierenden Orten aus einer neuen Perspektive fotografiert, wodurch diese abstrahiert werden und wirken, als wären sie der Welt entrückt.

Eine vielseitige Ausstellung, die zum Entdecken, zum Nachdenken, zum Staunen und zum Mitmachen einlädt.




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